Arbeitsgruppen

2017/2018

 
 

In dieser Periode gibt es innerhalb des Beirates folgende Arbeitsgruppen:

  • Sozial- und Wirtschaftspolitik
  • Europäische- und Auswärtige Politik
  • Dialog ohne Tabus und
  • Erinnerungsorte 


Sozial- und Wirtschaftspolitik
Koordinatoren: Josef Středula, Gert Weisskirchen

Diese Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Fragen aus den Themenkreisen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Digitale Transformation mit Blick auf die EU. Zudem fördert sie den Erfahrungsaustausch zwischen der Tschechischen Republik und Deutschland im Bereich von Steuern, Einkommen und Investitionen in die Technologie kleiner und mittlerer Unternehmen, unter Berücksichtigung der ökologischen Folgen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es weiter, eine verlässliche Partnerschaft der politischen und sozialen Akteure bei der Vorbereitung der digitalen Transformation zu bilden. 


Erinnerungsorte
Koordinator: MUDr. Luděk Sefzig


Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe im Jahr 2018 fand in Regensburg statt. Die Teilnehmer trafen sich mit Thomas Rudner, dem Leiter des Koordinierungszentrums Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch Tandem. Thomas Rudner machte die Mitglieder der Arbeitsgruppe mit den Tätigkeiten von Tandem vertraut, insbesondere mit dem aktuellen Projekt „Gemeinsam erinnern für eine gemeinsame Zukunft“, das die zivilgesellschaftliche Bildung der jungen Generation zum Inhalt hat, verbunden mit Erinnerungsorten, die an das Leiden von NS-Opfern erinnern. Weiter setzt sich die Arbeitsgruppe aktiv für die Belebung des Erinnerungsortes Café Arco ein. Die Fassade des Cafés wurde gereinigt und in der Auslage wurde eine Ausstellung großflächiger Drucke installiert. Die Arbeitsgruppe unterstützt weiterhin die Erneuerung des Cafés. Im März 2018 traf sich die Arbeitsgruppe mit Dr. Petr Koura, dem Direktor des Collegium Bohemicum, der über den aktuellen Stand in Bezug auf die geplante Ausstellung des Museums zur Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung der böhmischen Länder in Aussig informierte.


Europäische- und Auswärtige Politik
Koordinatoren: Dr. Libor Rouček, Kai Olaf Lang

Diese Arbeitsgruppe bemüht sich um eine Koordination zwischen Deutschland und Tschechien in  außenpolitischen und auch europäischen Fragen. Darüber hinaus ist ihr daran gelegen, dass das Gesprächsforum an den strategischen Dialog anknüpft und sich mit ihm koordiniert.  Zu den Hauptthemen der Arbeitsgruppe zählen in diesem Jahr die Diskussion um die West-Balkan Region, um ein Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten sowie eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Die Gruppe setzt sich für eine EU-Reform ein, die durch eine enge deutsch-tschechische Zusammenarbeit unterstützt werden sollte. Diese Zusammenarbeit sollte den Schutz der Grenzen, eine gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Entwicklung eines einheitlichen Binnenmarktes sowie die Eurozone betreffen. Die deutsch-tschechische Zusammenarbeit bildet den Kern der Zusammenarbeit in Mitteleuropa, wenngleich sich  die tschechische Position in einigen Fragen von der deutschen unterscheidet. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, einen gemeinsamen Dialog zwischen den beiden Seiten auch nach der Regierungsbildung in beiden Ländern zu finden.


Dialog ohne Tabus
Koordinatoren: Bernd Posselt, Milan Horáček,

Die Arbeitsgruppe trifft sich in der Regel einmal bis zweimal jährlich in Liberec. Sie diskutiert über sensible deutsch-tschechische Themen, die die gemeinsame Vergangenheit und die Rolle der Minderheiten in  beiden Ländern betreffen. Die Gruppe hat sich darauf geeinigt, stärker die Zentren für politische Erwachsenenbildung in beiden Ländern zu verbinden. Positiv bewertet wurden gemeinsame Initiativen, wie etwa die bayerisch-tschechische Ausstellung über Kaiser Karl IV., die 2016 in Nürnberg gezeigt wurde und auf ein positives Besucherecho stieß.  Weiter ist der Arbeitsgruppe daran gelegen, die Menschenrechtsproblematik zu thematisieren und zu diskutieren. 2018 plant sie, viele Anregungen zu geben, um an die gemeinsame deutsch-tschechische Geschichte und an demokratische Werte zu erinnern.  Jahrestage wie der von 1968 können Diskussionen über Themen wie die Rolle von  Minderheiten in einer Demokratie, über Presse- und Meinungsfreiheit, politische Bildung etc. anregen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, beide  Gesellschaften in diesen und weiteren Bereichen zum Dialog aufzurufen.  

 


 


 

 
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